Wirtschaftliche Vorteile des Holzbaus
Moderne Fertigungstechnik
In den letzten Jahren hat sich vermehrt die Elementbauweise durchgesetzt. Dabei werden ganze
Gebäudeelemente in transportierbarer Größe in der Halle vorgefertigt. Dies bringt
folgende Vorteile für den Bauherren:
- Kurze Bauzeiten durch Elementbauweise, weil Fundament und Gebäude gleichzeitig vorbereitet werden können,
- dadurch geringere finanzielle Belastungen durch Gleichzeitigkeit von Bautätigkeit und Mietzahlungen.
- Ein trockenes Gebäude, weil es in der Halle gebaut wird und weil das eigene Dach bereits ab dem ersten oder zweiten Tag im Freien das Gebäude schützt.
- Der weitere Ausbau wird im Trockenen unter Dach durchgeführt.
- Trocken, weil Bautätigkeit kein Wasser braucht!
- Hohe Passgenauigkeit der Elemente durch Einsatz modernster Maschinen, keine Über-Kopf-Arbeiten etc.
- Qualitätskontrolle (z.B. der Wärmedämmung) durch den Bauherren vor dem Schließen der Elemente möglich.
- Eigenleistungen durch den Bauherren (z.B. Streichen von Elementen vor Zusammen-bau) bereits in der Halle des Zimmermeisters möglich.
- Laufende Qualitätskontrolle durch den Bauherren möglich
Volkswirtschaftliche Vorteile sprechen für öffentliche Bauten aus Holz
Besonders waldreiche Gemeinden sollten ihre Bauten aus Holz errichten und dabei auf die
Verwendung von "Holz aus eigenem Wald" bestehen. Dadurch wird
- ein Teil der Wertschöpfung in den heimischen Wald gelenkt und
- die Kommunalpolitik kommt der Forderung nach ökologischem, nachhaltigen Handeln nach.
Holzkonstruktionen bei Aufstockungen
Holz ist leicht. Dadurch lassen sich mit Holz einfache Erweiterungen von bereits bestehenden
Gebäuden durchführen, auch wenn das Fundament in der ursprünglichen Planung
für eine Aufstockung nicht ausgelegt wurde. Es ist statisch gesehen meistens kein Problem
auf ein Haus oder eine Halle noch ein Geschoss in Holzbauweise aufzustocken.
- Kurze Bauzeiten reduzieren finanzielle Belastung
- Ein trockenes Gebäude durch Vorfertigung in der Halle
- Nutzung sanierungsbedürftiger Flachdächer als neue Baugründe
- Keine statischen Probleme bei Aufstockungen wegen des geringen Gewichts
- Kurze Bauzeiten möglich (Dach abdecken - Dachstuhl aufstocken - Dach wieder ein-decken - kann in wenigen Tagen erledigt werden)
- Trockene Baustoffe (Bei einem Dachausbau mit Holz und Holzwerkstoffen sind alle verwendeten Materialien bereits trocken - d.h. keine zusätzliche Energie nötig um die Räume auszutrocknen, keine unangenehme Feuchte)
Ganz natürlich Holz
Baubiologie
Holz ist Favorit
- Holz ist völlig natürlich und kann im Innenbereich größtenteils unbehandelt oder mit biologisch unbedenklichen Mitteln, wie Wachsen, Ölen oder wasserlöslichen Lacken problemlos behandelt werden.
- Holz wirkt durch seinen porigen Aufbau sehr feuchtigkeitsregulierend. 1m³ Holz kann zwischen Sommer und Winter 24 bis 32 Liter Feuchtigkeit aufnehmen und abgeben.
- Die angenehme Oberflächentemperatur und der optisch warme Oberflächeneindruck bewirken ein subjektiv empfundenes Wohlbefinden.
- Holz gibt im Brandfall keine giftigen Gase ab und die Stabilität bleibt berechenbar
Bauökologie
Die Wälder dieser Erde sind für das Leben auf unserem Planeten von unschätzbarem
Wert. Die Verstärkung des Treibhauseffektes hat die Bedeutung des Waldes für unser
Klima deutlich gemacht. Um das Klima zu schützen müssen in erster Linie unsere
Wälder erhalten und genutzt werden. Aber nicht nur in diesem Bezug hat die Nutzung von
Holz grosse ökologische Vorteile. Die Produktionsstätte Wald hat noch viel mehr
Vorteile, die sich positiv auf unsere Umwelt auswirken.
Kurze Transportwege für Holz
Holz hat die kürzesten Transportwege vom Rohstofflieferant zum Produkthersteller. Wenn
hauptsächlich auf heimisches Holz zurückgegriffen wird, reduzieren sich die#
Transportwege wesentlich. Deshalb werden durch die Nutzung von heimischem Holz viele
LKW-Kilometer überflüssig und damit aktiv Diesel eingespart. Je mehr Masse eingebaut
werden muss, desto mehr Transportenergie wird benötigt. Beim Holzbau bewegt man ca.
1/3 der Masse anderer Bausysteme.
Schonende Nutzung der Natur
Keine Landschaftswunden durch Bodenabbau. Holz wächst wieder nach, der Wald behält
seine schützende Funktion (Schutzwald, Naherholungsgebiet, Attraktion für den Tourismus,
Wirtschaftsfaktor, etc.) weiterhin.
Minimaler Energieverbrauch
Holz wächst mit Sonnenenergie und verbraucht bei Gewinnung, Transport, Be- und
Verarbeitung unter allen Baustoffen am wenigsten Energie.
Unbegrenzt nachwachsend
Holz ist im Gegensatz zu vielen anderen Baustoffen ein nachwachsender Baustoff. Die nötige
Energie liefert die Sonne - und das ist gratis!
Holz ist langlebig
Produkte aus Holz sind langlebig, widerstandsfähig, immer wieder reparierbar und
natürlich, was man von vielen modernen Werkstoffen nicht sagen kann. Viele Holzhäuser
- inzwischen schon 200 bis 400 Jahre alt - bezeugen dies.
Und am Ende der Nutzungsdauer
Bei entsprechender Behandlung ohne chemische Schutzmittel sind Holzprodukte am Ende ihrer
Nutzungsdauer problemlos wiederverwertbar oder können zur Energiegewinnung in geeigneten
Anlagen verbrannt werden.
Gesamtkreislauf der Holznutzung und -verwendung
Der steigende CO2-Gehalt in der Atmosphäre durch die Verbrennung fossiler
Energieträger verstärkt den Treibhauseffekt. In einem Wald hält sich die
Bindung (durch den Holzzuwachs wird CO2 gebunden) und die Freisetzung (durch vermodern und
verfaulen) von CO2 ungefähr die Waage. Wenn wir das Holz nutzen, entziehen wir Ihm
damit gespeichertes CO2. Der Wald bindet durch weiteren Holzzuwachs zusätzliches CO2
aus der Atmosphäre. Wird Holz als Baustoff genutzt, so wird seine Verrottung
verzögert, in manchen Fällen um bis zu 400 Jahre. Holz nutzen heißt somit
auch CO2 speichern.
Für weitere Fragen steht Ihnen Zimmermeister Ing. Fritz Klaura, Geschäftsleiter von
HOLZBAU KÄRNTEN, jederzeit zur Verfügung unter:
Tel.: 04238 - 245 Fax Dw 4
e-mail: office@holzbau-kaernten.at